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Potsdam Stadttouren – Unterwegs in Sanssouci

Potsdam Stadttouren – Unterwegs in Sanssouci

Schloss Sanssouci-Südseite, Schlossführungen durch Potsdam

Wer an Potsdam denkt, denkt an Sanssouci und Friedrich den Großen. Von 1740-1745 im Stil des Rokoko gebaut, wurde es zum persönlichen Rückzugsort des Königs. Nach dem Vorbild von Rheinsberg unterhielt er hier einen Musenhof, wo er Freunde und interessante Gäste zu Tafelrunden und Konzerten empfing. 100 Jahre nach der Grundsteinlegung bewohnte sein Urgroßneffe Friedrich Wilhelm IV. das Schloss. Auf seinen Befehl hin wurde der Park erweitert, umgestaltet und durch neue Bauten im italienischen Stil ergänzt. Hier erfüllte sich Friedrich Wilhelm IV. seinen Traum vom Süden.

 

Kolonnaden am Ehrenhof von Sanssouci
Kolonnaden am Ehrenhof von Sanssouci

Auf der Nordseite des Schlosses Sanssouci befindet sich der Ehrenhof, umrahmt von zwei Viertelkreisen mit insgesamt 48 paarweise angeordneten korinthischen Säulen. Der Entwurf der Kolonnaden stammt von W. v. Knobelsdorff, die künstlerische Umsetzung vom Potsdamer Bildhauer F.C.Glume. Offizielle Gäste kamen mit der Kutsche über eine steile Rampe hier herauf und wurden vom König empfangen. Auch heute befindet sich hier der Besuchereingang zum Schloss.

 

Grabplatte Friedrich der Große in Potsdam
Grabplatte und Figurengruppe „Blütengöttin Flora mit Westwind Zephir“
Grabplatte und Figurengruppe „Blütengöttin Flora mit Westwind Zephir“

Auf der östlichen Seite der Terrasse befindet sich Friedrichs Grab. Zeitgleich mit der Errichtung von Sanssouci entstand auf persönlichen Befehl des Königs seine Gruft. Nach dem missglückten Fluchtversuch von 1730 war er nur durch eine Laune des Schicksals der Hinrichtung durch seinen Vater, dem Soldatenkönig, entgangen. Seinem Freund Katte musste er beim Sterben zusehen. In seinem Testament hinterließ genaue Anweisungen für seine eigene Beerdigung:„Ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden, ohne Pomp und ohne Prunk und ohne die geringsten Zeremonien…Man bestatte mich am dritten Tage nach meinem Tod um Mitternacht beim Schein einer Laterne ohne dass mir jemand nachfolge in der Gruft auf der Terrasse rechts neben dem Schlosse, die ich mir habe herrichten lassen neben meinen Hunden…“. Erst am 17.August 1991, also genau 205 Jahre nach seinem Tod, wurde Friedrichs Sarg feierlich am vorbestimmten Platz beigesetzt.

 

Gartenparterre von Schloss Sanssouci mit Großer Fontäne und Figurengruppe der Juno
Gartenparterre von Schloss Sanssouci mit Großer Fontäne und Figurengruppe der Juno

Im Schnittpunkt der beiden Parkachsen liegt das Wasserbecken mit der Großen Fontäne. Um sie herum gruppieren sich 12 Marmorfiguren im Wechsel mit römischen Sitzbänken. Die allegorischen Figuren entstammen den Werkstätten der französischen Bildhauer J. B. Pigalle und F.G. Adam und kamen als Geschenke des französischen Königs an Friedrich II. nach Sanssouci. Im Zuge der Umgestaltung ließ Friedrich Wilhelm IV. im 19. Jahrhundert das kleine Vierpassbecken mit der Figurengruppe der Thetis abreißen und das Gartenparterre neu anlegen.

 

„Gartenparterre
Kirschblüten in Park Sanssouci

Kirschen mit latischem Namen Prunus, gelten als Symbol der Liebe und gehören zur Familie der Rosengewächse. Für Friedrich II. hatten sie eine besondere Bedeutung. Von allen Obstsorten liebte Friedrich Kirschen am meisten. Doch auch Weintrauben, Aprikosen, Bananen, Ananas, Melonen und Feigen durften zu keiner Jahreszeit auf seiner Tafel fehlen. Um von teuren Importen unabhängig zu werden, ließ er Obstbäume im Park pflanzen und Südfrüchte in der Orangerie anbauen. An den nach Süden ausgerichteten Schlossterrassen wuchsen Weintrauben am Spalier und Feigen hinter Glas. Anders als zu Friedrichs Zeiten erfreuen heute im Frühling neben den weißen Obstbäumen auch weiße und rosa Zierkirschen das Auge der Besucher.

 

Barocker Glanz
Barocker Glanz

Die Zeit Friedrich II. war geprägt von der Zeit des Absolutismus. In Frankreich herrschte Ludwig XV. und seine Mätresse Madame Pompadour, in Russland Peter III., später seine Witwe, Zarin Katharina die Große und in Österreich das Kaiserpaar Maria Theresia und Kaiser Franz I. Allen Herrschern gemeinsam war der Wunsch nach angemessener Repräsentation. Die Residenzen von Versailles, Zarskoje Selo und Schönbrunn beeindrucken bis heute durch ihre Großzügigkeit und ihren märchenhaften Reichtum. Mit dem Aufstieg Preußens zur fünften Großmacht in Europa sah sich Friedrich II. veranlasst, einen Schlossbau von angemessener Größe und Prunk zu errichten. Er beauftragte seinen Baumeister J.G. Büring 1763 mit dem Bau des Neuen Palais. Trotz des 7-jährigen Krieges gelang es, die unvorstellbare Summe von 60 Mio. Talern dafür aufzubringen.

 

Campanile der Friedenskirche
Campanile der Friedenskirche

Mit der Thronbesteigung von Friedrich Wilhelm IV. setzte eine rege Bautätigkeit in und um Potsdam ein. Nach der Heilandskirche in Sacrow entstand auf dem Territorium des einstigen Küchengartens nahe dem Grünen Gitter ein Gebäudekomplex im Stil italienischer Klosterbauten. Der König selbst lieferte die Entwürfe, die er von seinem Architekten L.Persius überarbeiten ließ.

Einblicke in die Führungen durch Potsdam

Die Impressionen in Text und Bild sollen Sie auf meine etwas anderen Stadtführungen einstimmen. Einzigartige Fotos wecken Lust auf Potsdams Schönheiten und seine an Geschichte, Kunst und Architektur reiche Umgebung. Wenn Sie sich schon vor Antritt der Reise auf eine besondere Begegnung mit Land und Leuten einstimmen wollen, empfehle ich meinen Gästen die Lektüre bekannter und weniger bekannter Autoren wie Ludwig Sternaux, Wolf Jobst Siedler, Sebastian Haffner, Jochen Klepper, Theodor Fontane oder auch Karl Foerster. Sich dem wechselvollen Schicksal Potsdams zu nähern, kann für Sie bedeuten, über einer Begegnung mit der deutschen Geschichte vor Ort ihre eigenen Wurzeln aufzuspüren. Ich hoffe, Sie sind neugierig geworden!

Margrit Hattendorf,
Stadtführungen Potsdam

Vertragsstadtfuehrerin ADAC

Vertragsstadtführerin vom ADAC